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Ein Dorf im
Umbruch
Monterrico ist
unter der Woche noch immer ein verschlafenes Dorf am Pazifik.
Bis vor 7 Jahren die Zugangsstrasse von Iztapa her asphaltiert
wurde, war es bekannt als "hide-away" für
Rücksacktouristen und Zweitwohnungsdestination für
gutverdiendende Hauptstädter.
Seither wurden jedes Jahr zwei bis
drei neue Hotels gebaut, die Hauptstrasse betoniert und das
letzte Stück zum Meer hin in einem exemplarischen Projekt der
Tourismusbehörde INGUAT sogar mit Palmen, Verbundsteinen und
Pergolas dekoriert. Es bleibt zu wünschen, dass dieses Modell
auch auf den Rest der Sandstrassen des Dorfes ausgedehnt würde.
Probleme gibt es zur Zeit immer auch mit der Abfallbeseitigung
und es fehlt eine einheitliche Signalisierung zur besseren
Information der Gäste.
Hotelier und
Tourismusverein sowie die Tourismuskammer von Monterrico
versuchen die politischen Behörden dazuzubewegen, Monterrico
mit der für einen wachsenden Tourismusort nötigen Infrastrukur
zu versehen. Die Hoteliers haben begonnen mit eigenen
Mitteln und in Zusammenarbeit mit dem nationalen technischen
Institut für Aus- und Weiterbildung INTECAP ein Kursprogramm
aufzuziehen, mit dem Ziel, die lokale Bevölkerung auf die
Dienstleistungsanforderung des internationalen Reiseziels
einzustimmen. Noch darf man in Monterrico kein 5 Stern Service
erwarten. Die Dorfleute sind aber sehr freundlich und
ausgesprochen herzlich im Umgang mit den Gästen.
350 Tage Sonne
Von November bis Februar kann
man sowohl Sonnenauf- und Untergang über dem Meer von
Monterrico bewundern. Das Klima ist in dieser Jahreszeit heiß
und trocken und meist angenehm kühl in der Nacht. Die
Jahresdurchschnitts-Temperatur beträgt 30°C.
Ab April wird es feucht und schwül und kühlt in der Nacht nicht
mehr ab. Ab Mitte Mai setzt die Regenzeit ein. Hier regnet es
allerdings fast nur nachts und sorgt für eine Auffrischung der
Temperatur. Juli und August sind meist trocken und angenehm.
Im September
und Oktober gibt es dann wieder häufiger Niederschläge, aber
auch meistens wieder nur nachts. Vom Meer her gibt es
meistens eine kühle Brise, so dass die Temperaturen fast
das ganze Jahr durch erträglich sind. Die Wassertemperatur
hält sich das ganze Jahr zwischen 22 - 30° C, so dass man
jederzeit baden kann. Allerings trifft das Meer mit einer
starken Brandung auf den Strand. Naturschutzgebiet
Das Ökosystem aus Mangroven und
Lagunen um Monterrico wurde 1977 zum nationalen
Naturschutzgebiet erklärt. Mehr als 120 verschiedene Vogelarten
wurden hier registriert.
Das Gebiet wird allerdings mit einem
nur minimalen und wenig professionellen Aufwand verwaltet und
entspricht noch lange nicht dem Standard, den man für eine
Naturschutzzone erwartet.
Die Universität führt ein kleines
Besucherzentrum im Dorf ("Tortugario") wo in kleinen
Gehegen, Reptilien und Schildkröten aufgezogen werden. Es gibt
dort auch eine kleine Ausstellung zur Meeresfauna und eine
Bibliothek.
Zur Zeit gibt es Bestrebungen des lokalen
Hoteliervereins mit Unterstützung der Universität del Valle
und des nationalen Zusammenschlusses des Aviturismo, das "Birdwatching" auf eine
professionellere Basis zu stellen und spezialisierte Führer
auszubilden.
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